Storyteller für den DAU

Bettina Blaß

Von 

Selbstständige Journalistin mit dem Fokus auf Verbraucher- und Internetthemen, Buchautorin, Dozentin. Mehr Infos: Wirtschaft verstehen!, Facebook, @kuechenzurufGoogle+

Screenshot Storytelling
Screenshot Storyteller

Der DAU, das ist der dümmste anzunehmende User. Und in diesem Fall bin ich das. Ok, vielleicht bin ich nicht unbedingt ein Internet-DAU, aber ein Storyteller-DAU. Katharina Brunner hat die Software geschrieben, um allen Journalisten das multimediale Erzählen im Internet einfach und sehr günstig zu ermöglichen. Mein Problem war nur: Ich habe die Handlungsanweisungen nicht verstanden – diesbezüglich eben doch ein DAU. In der Zwischenzeit habe ich Storyteller sowohl auf einem Strato- als auch auf einem 1&1-Server installiert – und damit gearbeitet. Darum erkläre ich hier, wie es geht.

Storytelling ist ja in aller Munde – dabei geht es um nichts mehr, als Geschichten zu erzählen. Doch – man will die Geschichten gut erzählen – und multimedial, denn sie sind fürs Internet. Die Rede ist dann schnell von Snow Fall und Firestorm. Zugegeben: ganz so schön sind die Storyteller-Ergebnisse nicht. Aber zumindest ist das Experimentieren mit der Software günstiger als Pageflow zu nutzen, die vom WDR konzipierte Software fürs multimediale Storytelling. Wobei man auch diese zumindest kostenlos testen kann.

Um Storyteller einzusetzen, benötigt man zunächst Serverplatz. Meine Homepages liegen alle bei Strato. Und da ich auf bettinablass.de keine Inhalte habe, sondern lediglich eine Weiterleitung zu wirtschaftverstehen.de, halte ich diesen Serverplatz nach einigem Nachdenken für ideal für die Installation von Storyteller. Die Überlegungen dazu: Auf wirtschaftverstehen.de eine so genannte Subdomain für Storyteller einzurichten, ist nicht besonders sinnvoll: Die Themen, die auf dieser Seite laufen, haben selten mit Videos und großformatigen Bildern zu tun. Der Name der URL ist aber in jedem Storyteller sichtbar, das könnte den Nutzer verwirren. Großformatige Bilder und Videos stehen eher im Zusammenhang mit meinen Seiten opjueck.de oder bildstatttext.de. Allerdings ist auch dort ein Special inhaltlich festgelegt. Heißt, bei opjueck.de ein Special für bildtstatttext.de zu veröffentlichen ist doof, da beide Seiten inhaltlich zwar Überschneidungen haben, aber nicht identisch sind. bettinablass.de dagegen ist die neutralere Adresse – und praktischerweise ganz frei von Inhalten. Also lege ich eine Subdomain mit der URL storyteller.bettinablass.de an.

Auf dem 1&1-Server installiere ich Storyteller für das Journalistische Seminar der Uni Mainz, damit die Studenten mit der Software experimentieren können. Dort haben wir sechs Inklusiv-Domains in unserem Paket, es sind jedoch erst vier belegt. Darum kann ich kostenfrei eine weitere einrichten: jsm-storyteller.de. Sowohl bei Strato als auch bei 1&1 ist WordPress vorinstalliert. Das heißt, ich muss es nur anklicken und den Anweisungen folgen. Bei 1&1 gibt es eine Besonderheit: Es ist besser, nicht die empfohlene Variante zu wählen, sondern die Vollversion. Damit ist die Chance größer, dass am Ende alles funktioniert. In der abgespeckten Version könnte es Probleme mit Storyteller geben.

Die Installation von Storyteller

Nun habe ich also auf beiden Servern ein neues WordPress-Blog. In Katharina Brunners Beschreibung ist das Schritt 1: „A fresh installation of WordPress.“

Jetzt wird es spannend: Schritt 2 lautet

„Install the Storyteller theme + the AddQuicktag-Plugin, where you should import this file at the bottom of AddQuicktag’s settings page.“

Für DAUs wie mich bedeutet das:

  1. Lade zuerst das Storyteller-Theme auf deinen Computer herunter. Ein Theme ist eine Vorlage. Wenn du es auf deinen Rechner herunterlädst, sollte es im Zip-Format ankommen, und zwar in deinem Download-Ordner, falls du diesen als Platz für Downloads voreingestellt hast.
  2. Jetzt gehst du in dein neues WordPress-Blog. Unter „Design“ gibt es den Punkt „Themes“. Dort klickst du auf „Installieren“ und „Theme hochladen“. Jetzt steuerst du die Zip-Datei auf deinem Rechner an, folgst den Anweisungen und lädst sie also hoch. Im nächsten Schritt musst du sie noch aktivieren. Du wirst feststellen, dass sich nichts verändert hat.
  3. Jetzt suchst du nach einem Plugin. Ein Plugin ist ein Hilfsprogramm. Davon gibt es sehr viele, und das, das du suchst, heißt „AddQuicktag“. Du kannst dir die aktuelle Version wie schon das Theme zunächst auf deinen Rechner herunterladen. Dann gehst du wieder in WordPress. Jetzt klickst du „Plugins“, „Installieren“ und „Plugin hochladen“. Du steuerst das Plugin auf deinem Rechner an und folgst den Anweisungen, lädst es also hoch.
  4. Nun musst du eine weitere Datei auf deinen Rechner laden, die du hier findest. Bei mir endete sie auf .json. Hast du das gemacht, gehst du wieder in WordPress. Du klickst auf „Plugins“ und wählst bei „AddQuicktag“ den Punkt „Einstellungen“. Jetzt scrollst du ganz ans Ende der Seite. Dort kannst du importieren. Du klickst darum auf „Durchsuchen“ und navigierst dich auf deinem Computer zur .json-Datei. Du folgst den Anweisungen, lädst sie also auf den Rechner.
Storyteller Brügge und Gent
Storyteller Brügge und Gent

Nun sollte dein ehemaliges WordPress-Blog anders aussehen, speziell in der Navigation. Du kannst anfangen, ein Storyteller zu bauen. Wie ich dieses hier über ein Wochenende in Brügge und Gent gemacht habe, erkläre ich in Teil 2 von Storyteller für den DAU.

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5 Kommentare zu “Storyteller für den DAU

  1. Hallo Frau Blass,
    das ist sehr schön – und verständlich – beschrieben. Es macht mich echt neugierig. Ich werde das am Wochenende ausprobieren. Mal sehen, ob Sie mich dann „Mist!“ oder „Juhuuhh!“ schreien hören!
    Beste Grüße aus Bonn A. Albrecht

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