Du MUSST nicht twittern…

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Freier Journalist mit Schwerpunkt Technik, Sachbuchautor und Dozent. Nerd, Geek und vieles mehr. Homepage: www.timo-stoppacher.de Weitere Profile von mir: @CGNTimo, Facebook und Google+. E-Mail timo@stoppacher.de

Neulich war ich wieder auf einer dieser vielen Veranstaltungen, auf denen Journalisten versuchen, die rettenden Erlösmodelle für die nächsten Jahre zu finden. Natürlich wurde da auch viel getwittert. In einer Pause kam ich mit einer Teilnehmerin ins Gespräch, die ich flüchtig von einer anderen Veranstaltung kannte. Wir kamen irgendwie auf Twitter zu sprechen (wahrscheinlich weil ich während Gesprächs noch schnell einen Tweet schrieb) und sie sagte in einem leicht genervten Ton: „Ja, ich weiß, eigentlich müsste man bei so einer Veranstaltung fürs Selbstmarketing twittern.“ Nein, muss man nicht.

Ich twittere aus vielen Gründen: wenn ich eben auf Veranstaltungen bin und mich mit den anderen vernetzen und austauschen möchte – und klar, irgendwo betreibe ich damit auch Selbstmarketing. Aber in erster Linie macht mir Twitter Spaß!

Wer par tout keinen Spaß an Twitter findet und es lediglich nutzt, weil er mal gehört hat, dass das gut fürs Selbstmarketing sein soll, wird sicherlich nicht den gewünschten Effekt erreichen. Das Gleiche gilt fürs Bloggen und viele andere soziale Netze. Mir machen sie Spaß, aber das muss nicht auf jeden zutreffen. Überall gibt es Schwerpunkte, aber weil es eben oft am Anfang schwierig ist, aus der schieren Masse Interessantes und Relevantes herauszufiltern, verlieren viele irgendwann die Lust daran.

Ich finde es auch vollkommen ok, wenn man bei Twitter nur liest und nicht selber twittert. Ich hole mir auch viel mehr Infos und Anregungen aus Twitter, als ich selber da rein zwitschere. Man sollte sich jedoch bewusst sein: Der Nutzen von Social Media steigt mit der Nutzerzahl  – sowohl global als auch für den einzelnen. Wenn ich niemandem folge, folgt mir vermutlich auch keiner zurück. Dann nimmt niemand wahr, wenn ich tatsächlich mal etwas twittere. Das muss man im Hinterkopf behalten. Da ist das soziale Netzwerk wie das echte Netzwerk: Wenn ich nichts zu geben habe, brauche ich mich nicht zu wundern, wenn ich nichts bekomme.

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