Freie Journalisten: Rein ins Netz

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Selbstständige Journalistin mit dem Fokus auf Verbraucher- und Internetthemen, Buchautorin, Dozentin. Mehr Infos: Wirtschaft verstehen!, Facebook, @kuechenzurufGoogle+

Screenshot der Datenbank des DJV
Screenshot der Datenbank des DJV

Es muss nicht zwingend die eigene Homepage sein – digitale Visitenkarten im Netz tun’s auch. Wichtig ist einfach, im Internet zu sein. Denn wer nicht im Netz ist, wird nicht gefunden. Nicht gefunden zu werden bedeutet aber, dass jemand anders die Aufträge bekommt, die man selbst gerne hätte. Zwar muss man sich von der Vorstellung befreien, dass große und bekannte Redaktionen im Internet nach Freien suchen. Aber es gibt auch kleinere Redaktionen die möglicherweise nicht so bekannte Medien machen – und sie suchen durchaus ihre Autoren im Netz. Wer sich nicht zu fein ist, für Medien mit weniger großem Namen zu arbeiten, kann unter Umständen sogar mehr Geld verdienen. Das ist zumindest meine Erfahrung. Ich habe aufgrund meiner Webpage schon sehr viele Aufträge bekommen.

Wie kommt man zum eigenen Webauftritt?

Wer eine Internetpräsenz aufbauen will, kann jemanden damit beauftragen. Das kostet jedoch Geld. Zweiter Weg: selbermachen. Im Prinzip kann heute jeder mit den kostenlosen Bausteinen aus dem Netz eine Seite online bringen. Wer sich das nicht zutraut, sollte vorher ein Seminar besuchen. Da WordPress eine hervorragende Software ist, um die eigene Seite ins Netz zu bringen, empfehle ich die Blogseminare meines Kollegen Timo Stoppacher.

Der passende Name

Der Name der eigenen Homepage sollte zum freien Journalisten passen. Er kann darum seinen eigenen Namen als URL nehmen, oder einen Kunstnamen, der sein Themenspektrum nachbildet. Mit zweiter Lösung ist man allerdings langfristig mehr gebunden, nämlich dann, wenn sich die Themen ändern, die man bearbeitet. Gründer sollten, wenn sie sich für die zweite Möglichkeit entscheiden, erst im Netz checken, ob es den gewünschten Firmennamen noch gibt und ihn dann festlegen. Ist er vergeben, hat man vielleicht Glück, und kann ihn für einige Euro vom Domaininhaber kaufen. Allerdings kann das auch richtig teuer werden. Thorsten Olscha, Suchmaschinenexperte und Inhaber der Firma rankingCHECK in Köln, rät dazu beispielsweise auf der Seite www.sedo.de zu checken, ob eine URL noch frei ist oder nicht. Dort wird auch angezeigt, mit welcher Top-Level-Domain, also Endung, der Name vergeben ist: de, com, info, biz oder org zum Beispiel. „Exotische Endungen von kleinen Ländern irgendwo in der Karibik würde ich nicht hinter meinen Firmennamen hängen“, sagt Olscha. Das erwecke den Eindruck, unseriös zu sein.

Wer sich seine Domain gesichert hat, muss im nächsten Schritt einen Webhoster finden. Und da ist die Auswahl sehr groß. Auf www.webhostlist.de kann sich der Domainbesitzer einen guten Überblick über den Markt der Webhoster verschaffen. Dort gibt es für jeden Geldbeutel und Geschmack einen Anbieter und unterschiedliche Pakete mit technischer Ausstattung.

Webseite promoten

Ist die Seite im Netz, muss man sie bekannt machen. Die URL gehört beispielsweise auf die Visitenkarte, aufs Briefpapier, in die E-Mail-Autosignatur. Journalisten sollten sich in die Datenbank des DJV eintragen. Außerdem kann es sinnvoll sein, sich mit Suchmaschinenoptimierung auseinanderzusetzen. Dazu kann sich der Besitzer selbst in verschiedene Suchmaschinen eintragen. „Mit einigen technischen Tricks und Kniffen lässt sich noch mehr erreichen“, so Thorsten Olscha.

Was gehört auf die Homepage?

  • Das Impressum ist Pflicht. Dazu gehören: Name und Anschrift, Kontaktdaten wie Telefonnummer und E-Mail-Adresse, gegebenenfalls die zuständige Aufsichtsbehörde, Handels-, Vereins-, Partnerschafts- oder Genossenschaftsregister mit zugehöriger Nummer, gegebenenfalls die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. E-recht24.de bietet einen Impressumsgenerator.
  • Kommunizieren Sie klar und deutlich den Unternehmenszweck.
  • Der Nutzen Ihrer Produkte und Dienstleistungen muss im Vordergrund stehen – allerdings ohne Übertreibungen.
  • Achten Sie auf immer korrekte Kontaktdaten. Im besten Fall mit E-Mail-Adresse und Telefonnummer.
  • Ihre Webvisitenkarte ist Teil Ihrer Corporate Identity. Sie sollte zu Ihrem Image, Ihren gedruckten Visitenkarten, den Briefbögen und Ihren Produkten passen.

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