Gelesen: Als Ü50-Journalist im Startup

Timo Stoppacher

Von 

Freier Journalist mit Schwerpunkt Technik, Sachbuchautor und Dozent. Nerd, Geek und vieles mehr. Homepage: www.timo-stoppacher.de Weitere Profile von mir: @CGNTimo, Facebook und Google+. E-Mail timo@stoppacher.de

Das Einhorn als Symbol für extrem hoch bewertete Startups. Bild: Yosuke Muroya CC BY-NC 2.0

Dan Lyons ist über 50, als er seinen Job als Redakteur bei einem angesehen Magazin in den USA verliert. Da dort das soziale Netz bekanntermaßen nicht ganz so dicht wie bei uns ist und er eine Familie zu ernähren hat, entscheidet er sich für das Jobangebot eines bekannten Software-Startups. Diese Entscheidung stellt sich relativ schnell als falsch heraus. Aber wenigstens lieferte sie ihm den Stoff für ein gutes Buch.

Ungeschönt erzählt er von seinen Kollegen, die allesamt gut halb so alt wie er sind und den Job eher als endlose College-Party inkl. Mottowochen betrachten. Von Führungsmantras, die das Unternehmen zwar nach außen gut darstellen, intern aber ignoriert bis pervertiert werden, bis hin zu kriminellen Machenschaften, als es darum geht das Erscheinen des Buches zu verhindern.

Was hat das Buch nun mit uns zu tun? Angesichts vieler Redaktionsschließungen und des teils massiven Stellenabbaus in den letzten Jahren müssen sich viele Journalisten, die sich fast schon in Rente wähnten, noch einmal neu orientieren. Jobs gibt es in der PR und im Content Marketing, wovon auch diese Geschichte erzählt. Es geht nicht darum, Startups generell zu verteufeln, aber das Buch zeigt sehr gut die kulturellen Unterschiede zwischen ihnen und klassischen Unternehmen auf. Außerdem ist es ziemlich witzig und pointiert geschrieben (ich habe das Englische Original gelesen, deshalb kann ich nicht mit Sicherheit sagen, ob das auch für die Deutsche Übersetzung zutrifft).

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