Wie ich als Journalist an neue Aufträge komme: Textbroker & Co

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Selbstständige Journalistin mit dem Fokus auf Verbraucher- und Internetthemen, Buchautorin, Dozentin. Mehr Infos: Wirtschaft verstehen!, Facebook, @kuechenzurufGoogle+

Es ist schon einige Zeit her, dass ich in einem Sonderheft zum Thema „Im Internet Geld verdienen“ von Textbroker und Clickworker las. Da ich neugierig war und gerade etwas Zeit hatte, habe ich es ausprobiert. Das waren meine Erfahrungen:

Das System funktioniert so: In einer Datenbank geben Kunden Textaufträge ein – oft für Artikelchen, die für Suchmaschinen optimiert sind. Die Schreiber können diese Datenbank nach Rubriken durchsuchen. Sagt ihnen ein Thema zu, schreiben sie die gewünschte Zeichenzahl unter Berücksichtigung der Besonderheiten. Sehr oft sind das Keywords, die in den Texten enthalten sein sollen. Die Kunden haben die Wahl, ob sie irgendjemanden ihren Text schreiben lassen wollen – oder einen Profi. Demnach wird man von den Plattform-Betreibern auch in verschiedene Qualitätsstufen eingeordnet. Interessanterweise habe ich es über mehrere Monate nicht geschafft, in die höchste Qualitätsstufe aufzusteigen.

Screenshot Aufträge textbroker.de
Screenshot Aufträge textbroker.de

Bevor ich mich bei Clickworker und Textbroker registriert habe, recherchierte ich ein bisschen im Internet. In einem Forum schrieb eine Frau:

„Ist doch besser als zu putzen!“

Das gab mir zu denken, aber ich wollte es trotzdem versuchen.

Einmalige Erfahrung mit Clickworker
Mit Clickworker habe ich mich nicht lange abgegeben: Ich musste im Vorfeld umfangreiche Tests bestehen und war dann schließlich zugelassen, um Texte redigieren zu dürfen. Das habe ich genau einmal gemacht: Ich bekam einen Text, der hundsmiserabel war, und sollte ihn verbessern. Das ging jedoch nur, indem ich ihn neu schrieb. Das Gemeine daran: Redigieren wird schlechter bezahlt als Schreiben. Ich schrieb das auch in das Kommentarfeld zum Auftrag – habe jedoch nie eine Antwort darauf bekommen. Weder vom Kunden, noch vom Plattformbetreiber.

Auf Textbroker habe ich durchaus mehr Zeit zugebracht. Immer, wenn ich gerade viel Zeit hatte, schaute ich, ob in meinen Ressorts was zu tun war. Oft gab es kleine Fingerübungen, die schnell abgearbeitet waren, also in unter zehn Minuten. Einmal habe ich aus meinem eigenen Text geklaut, doch das fiel sofort auf. Textbroker möchte Artikel, die keine Dubletten sind, denn das wäre schlecht für die Sichtbarkeit bei Google.

Insgesamt habe ich 2012 und 2013 bei meinem Selbsttest 67,13 Euro verdient. Dafür habe ich 22 Textchen geschrieben. Das sind also im Schnitt 3 Euro pro Stück – wohlgemerkt vor Steuern. Zwar darf man diese kurzen Artikel nicht mit anspruchsvollem Journalismus vergleichen. Trotzdem ist die Bezahlung natürlich mehr als mies. Vielleicht verdient es sich in der höchsten Qualitätsstufe und mit einem professionellen Profil besser. Auf letzteres hatte ich verzichtet, weil ich die Plattform eben nur testen wollte.

Was mir ein Kunde erzählte

Besonders interessant wurde es allerdings, als ich mit einer Pressesprecherin einen Kaffee trinken war. Sie erzählte mir, dass eine Kollegin von ihr im Mutterschutz sei, und dass sie versuchten, die dadurch entstandene Lücke mit Textbroker zu stopfen. Weiter berichtete sie, dass das leider überhaupt nicht funktioniere: Sie hätten unfassbar viel Arbeit mit den Texten, die geliefert würden. Ich entgegnete, dass das bei den Honoraren, die den Autoren gezahlt werden, auch kein Wunder ist.

Screenshot textbroker.de: Das zahlen Kunden
Screenshot textbroker.de: Das zahlen Kunden

Nun war ich aber neugierig und wollte wissen, was man eigentlich als Kunde für einen Auftrag bezahlt: Texte gibt es ab 1,3 Cent/Wort. Wunsch-Autoren und –Teams bekommt man ab 2,2 Cent/Wort. Bei einem Textchen mit 300 Wörtern zahlt der Kunde also etwa zwischen 3,90 Euro und 6,60 Euro. Zum Vergleich habe ich einen Artikel, den ich für einen sehr gut zahlenden Kunden geschrieben habe, umgerechnet: Der Artikel hatte 2205 Zeichen beziehungsweise 355 Wörter und hatte 287,43 Euro gebracht. Der Kunde zahlt nämlich 13 Cent/Zeichen. Pro Wort sind das dementsprechend 80 Cent – und das ist ein Vielfaches von 2,2 oder sogar nur 1,3 Cent/Wort.

Das Erfreuliche an dem Gespräch mit der Pressesprecherin war, dass sie mich fragte, ob ich nicht einige Nutzwertartikel als Zweitverwertung an sie verkaufen könne. Natürlich konnte ich. Für faires Geld, so dass wir beide davon profitiert haben. Diese Art mein Geld zu verdienen, ist mir nicht nur um ein Vielfaches lieber. Sie ermöglicht es auch, dass ich von meiner Arbeit ganz gut leben kann.

Von Textbroker und Clickworker dagegen kann ich allen Journalisten nur abraten. Die Zeit, die man damit verbringt, dort nichts mit seiner Arbeit zu verdienen, sollte man besser nutzen, um gutzahlende Kunden zu finden.

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24 Kommentare zu “Wie ich als Journalist an neue Aufträge komme: Textbroker & Co

  1. Danke für den Test. Meine Erfahrungen waren die gleichen. Es lohnt sich nicht, weder bei textbroker noch bei ähnlichen Portalen. Spannende Frage: Wie und wo findet man gut zahlende Kunden? Davon gibt es immer weniger…. viele Grüße von Robert

    1. Kritik an textbroker.de
      Ich bin seit 2016 auf textbroker.de unterwegs. Hat eigentlich am Anfang alles sehr gut funktioniert. Auf Grund der Qualität der Texte wurde ich mit 4 Sternen eingestuft. Wenn man es einmal geschafft hat auch „Direct Orders“ zu bekommen, dann stimmt auch das Geld mehr oder weniger. Die wöchentlichen Auszahlungen haben immer bis zum Schluss tadellos funktioniert. Doch dann kam alles anders. Nach über 100 verfassten Texten, davon waren mehr als die Hälfte „Direct Orders“ von Kunden, wurde ich OHNE Vorwarnung herabgestuft. textbroker.de hat von den über 100 Texten lediglich 5 bewertet. Davon stammten 3 Bewertungen aus der Anfangsphase, wo ich mit 4 Sternen eingestuft wurde. Dann wurde monatelang kein Text von textbroker.de bewertet. Die Kunden haben alle durchgehend eine maximale Bewertung für die Texte abgegeben. Nach vielen Monaten wurde dann ein Text von Textbroker bewertet und dieser mit 3 Sternen versehen. Der Kunde konnte das nicht nachvollziehen und ich auch nicht. Daraufhin wurde ich einfach nach 100 Texten herabgestuft. Fazit: Ich kann keine qualitativen und dementsprechenden Texte mehr verfassen, da ich für diese Stufe nun gesperrt bin und auch keine „Direct Orders“ mehr annehmen. Meine Stammkunden können mir keine Aufträge mehr erteilen.
      Der Autorensupport findet dafür eine Ausrede nach der anderen. Zuerst findet man das ganze selber komisch, dann wundert man sich, dass ich nicht kontaktiert wurde, etc. So wurden angeblich mehrere Texte bewertet, obwohl dies im ganzen System nicht sichtbar ist. Dann soll plötzlich eine Bewertung von textbroker.nl auch Einfluss haben, obwohl ich nie auf der holländischen Plattform war.

      Mein Ratschlag für Autoren und Kunden: Hände weg von textbroker.de !!!! Wer selber schreiben will , der soll versuchen über (…) und Kaltakquise Kunden zu gewinnen. Damit erspart man sich den „Zwischenhändler“. Leute die Texte verfassen lassen wollen, können ebenfalls über (…) kostenlose Inserate schalten oder nach Textern suchen.

      textbroker.de kassiert vorher das Geld um dann die Autoren, die viele „Direct Orders“ erhalten raus zu kicken. Mit diesen Autoren verdienen Sie offensichtlich zu wenig. Autoren werden bei Beschwerden bei textbroker.de runtergemacht und mit Ausreden überhäuft.

      textbroker.de NEIN DANKE!

  2. Ich kann das nicht bestätigen, dass es immer weniger gut-zahlende Kunden gibt. Im Gegenteil, gerade habe ich drei neue, die sehr gut zahlen, aber auch viel dafür verlangen. Meine Erfahrung ist: Die gut-zahlenden Kunden sind oft nicht da, wo man sie vermutet.

    1. Hallo Bettina,

      ein sehr interessanter Artikel der es auf den Punkt bringt. Ich war sehr lange dort 4-Sterne Autor während meiner Studienzeit und würde es nie wieder tun. Ich gehe sogar einen Schritt weiter und sage billiger Content SCHADET Autoren und Unternehmen, die ihn kaufen. Ich habe dazu einen Artikel gebloggt: http://gutetexte.online/blog/5-gruende-warum-sie-keine-texte-bei-textbroker-kaufen-moechten/

      Ich freue mich auch über dein Feedback dazu.

      Beste Grüße
      Fenja

  3. Vielen Dank für diesen Artikel.
    Ich überlege seit längerem Textbroker Autoren zu engagieren, doch einerseits bin ich ebenfalls ökonomischen Zwängen untergeordnet, andererseits liest man allenortes die Klagen der Autoren. Die Zufriedenheit aller Beteiligten sollte jedoch im Fordergrund stehen und im Zweifelsfall diszanziere ich mich dann lieber von solchen Angeboten, denn man will ja auch Niemanden vor den Kopf stoßen.
    Andererseits höre ich von Mitarbeitern sehr namhafter Online Medien, dass viele Kollegen auf Hartz IV Niveau leben und dankbar wären, wenn sie mehr veröffentlichen könnten. Das passt alles irgendiwe nicht zusammen.
    Es gibt jedoch immer Wege, vor allem, wenn man die Idee der SEO Optimierung in die Ecke kloppt und damit das künsterische Schaffen wieder in den Fokus rückt. Die meisten Autoren schreiben, weil sie gerne schreiben. Lässt man ihnen freien Lauf, werden sie Texte binnen kurzer Zeit aus dem Ärmel schütteln und dann erhöht sich automatisch die Entlohnung für den zeitlichen Aufwand, gleich in welcher Kategorie die Autoren angesiedelt sind.
    Weiter möchte ich anmerken, dass man diese Löhne relativ betrachten muss. Ein Autor kann auch unter indischen Palmen texten, während andere Arbeitnehmer schon morgens in der S-Bahn schlechte Laune bekommen.
    „Wie ich als Journalist an neue Aufträge“ – eine gute Möglichkeit sind Gastartikel in soliden Medien. Dies gibt einem Publisher auch die Möglichkeit die Reichweite und den Erfolg eines Textes zu prüfen und dann ist er vielleicht gerne bereit höhere Margen zu bezahlen.
    Diese Individualität macht den Unterschied und ich bin mir sicher, dass die „industriell“ gefertigten SEO Texte jetzt schon komplett überflüssig sind. Unnütze Arbeit trifft hier unnötige Ausgaben.

  4. Danke für den Test – Ähnliches habe ich mir schon gedacht. Die besten Erfahrungen habe ich mit Kunden gehabt, mit denen man auch eine Beziehung aufbauen kann. Bei Portalen wo nur nach dem Preis geschaut wird, ist das aber schwieriger.

    1. Gerne. Theoretisch kann eine Beziehung aufgebaut werden – es gibt für Kunden die Möglichkeit „Wunsch-Autoren“ zu akquirieren. Damit habe ich mir allerdings nicht näher auseinandergesetzt – das hätte zumindest ein professionelles Profil vorausgesetzt.

  5. Danke für den Hinweis, dass zumindest so mancher Textbroker-Kunde mit der Qualität dort geschriebener Texte unzufrieden ist. Als hauptberufliche Texterin kann ich nur sagen: Ich finde es besorgniserregend, dass Portale wie Textbroker oder Clickworker den Eindruck vermitteln, aussagekräftige und zielgruppenorientierte Beiträge seien zu Discountpreisen zu haben. Und ich frage mich: Wie viele Textbroker-Kunden sind sich klar, dass dort überwiegend Hobbyschreiber tätig sind und es ein Glücksspiel bleibt, was in die Tasten gehämmert wird? Ihr Beitrag bestärkt mich in der Hoffnung, dass unsere Auftraggeber letztlich doch lernfähig sind.

  6. Moin,
    kurz zu meiner Persoin: ich bin seit Kindheit gehbehindert. Habe Schule und Verwal-tungsausbildung normal absolviert.
    Frage: welche Chance habe ich nun ohne Hochschulstudium u. Journalistenaus-bildung als freier Journalist? Muß man immer beim Auftraggeber im Haus arbeiten
    oder kann ich das auch von zu Hause aus? Mit nem Rolli koimmt man nicht immer überall problemlos rein.
    Ich habe letztes Jahr einmal zwei Webseiten ins Netz gestellt, die ich selber betreibe. Aber viel bringen die noch nicht. Will endlich von der Grundsicherung weg kommen.
    Textbroker ist Zeitverschwendung. Habe von dort Ablehnung erhalten.

    1. Hallo Herr Becker,

      es kommt darauf an, welchen Journalismus Sie machen: Zum Beispiel als Reporter einer Lokalzeitung müssten Sie viel unterwegs sein und sich vor Ort zum Teil über Stock und Stein bewegen. Das scheidet für Sie wohl aus. Aber es gibt viele Themen, zum Beispiel im Fachjournalismus, die sich auch von zuhause recherchieren und schreiben lassen können.
      Jedoch ist der Journalismus generell eine schwierige Branche und selbst sehr gut ausgebildete Kollegen bekommen zu wenig Aufträge. Insofern würde ich mich nicht darauf verlassen, hier eine Existenz aufbauen zu können.

      VG

  7. Hi,
    was die Texte betrifft teile ich deine Meinung bezüglich Clickworker absolut.
    Aber mit den kleinen Rechercheaufgaben bekommt man einen ganz ordentlichen Stundenlohn (siehe mein Clickworker Erfahrungsbericht).
    Es ist wie mit allen „neuen Technologien“, wenn man sie richtig und effiktiv nutzt, können sie einem das Leben erleichtern. In diesem Fall: flexibel ein Taschengeld verdienen im Internet.
    Ich wünsche weiterhin viel Erfolg.

  8. Hallo zusammen,
    also ich habe diese Kommentare mir mal alle durchgelesen. Ich muss sagen ich habe mich vor einiger Zeit bei Textbroker registriert bin dann aber von 3 Sternen sehr schnell auf 2 runter gestuft worden. Angeblich waren meine Texte nicht professionell genug . Leider gab es für 2 Sterne wenig Texte um nicht zu sagen eigentlich gar keine. Ich habe Textbroker dann wieder verlassen und auch fast 2 Jahre da gar nichts mehr geschrieben. Doch vor ein paar Wochen als ich ein Baby bekommen habe und nicht mehr arbeiten gehen konnte bin ich eigentlich eher zufällig wieder mal bei Textbroker gelandet. Meine Zugangsdaten waren noch aktiv und ich schaute nochmal durch und fand sogar reichlich Texte die ich dann schrieb mal sehr gut bezahlte mal weniger Gute, aber ich habe schon die Woche so ca. 150,00 Euro verdient was auf den Monat gesehen doch ein netter Nebenverdienst gewesen ist. Die Auszahlungen finden immer statt und das Schreiben macht viel Spaß auch die Auftraggeber sind sehr höflich wenn man mal eine Frage zum Text hat.
    Dagegen muss ich sagen clickworker war so gar nicht meins, denn dort habe ich mich auch angemeldet vor einiger Zeit eher aus Neugierde. Es wird wahnsinnig viel verlangt bevor man erst mal einen Text schreiben darf so das man eigentlich dann gar keine Lust mehr hat sich da noch durch zu wurschteln. Ich würde jedem der sich ein paar Euros nebenbei verdienen möchte Textbroker empfehlen. Als Hauptjob bringt er nicht genug ein aber nebenbei eine super Sache.

  9. Hallo Leute
    Ich bin seit längerem jetzt bei WooWee dabei und bin sehr zufrieden. Es hat ein bisschen was von Clickworker. Man muss Mikrojobs machen wie z.B. etwas bei google suchen, eine gewisse zeit auf der Seite bleiben und danach bekommt man schon die Vergütung.
    Es gibt noch ein spannendes Level System, um so mehr Mikrojobs man erledigt, steigt man in ein höheres Level und dadurch bekommt man mehr Vergütung für die erledigten Auffangen.
    Coole Sache und kostenlos.

  10. Ich habe einige Jahre für Textbroker und parallel für Textprovider/diva-e und Pagecontent gearbeitet, weil ich freie Zeiteinteilung brauchte und eine Art Nebeneinkommen.

    Wenn man bei Textbroker die Anfangszeit hinter sich hat und zu lukrativeren Gruppenaufträgen eingeladen wird, bzw. Direct Orders erhält, ist es für „Heimarbeit“ eigentlich o.k. bezahlt. Einige der DO wurden dann meine privaten Auftraggeber. Allerdings mochte ich das unpersönliche Lektorat dort nicht (einer meiner Texte wurde als „exzellenter“ Beispieltext für die Gruppentexte genommen, sollte aber – Wochen später – nur 3 Sterne bekommen und es war recht schwierig, das dann wieder hinzubekommen, und überhaupt wurden Dinge bemängelt (Barock durfte nicht über eine „üppige Formensprache“ verfügen…) aber das schienen einzelne Lektoren zu sein, trotzdem nerfte es mich so sehr, dass ich schon lange nicht mehr auf dieser Plattform aktiv bin.

    Textprovider ist deutlich persönlicher mit direktem Kontakt zu den betreuenden Personen im Unternehmen, die dann auch mal eine Deadline verlängern oder ggflls. Vergünstigungen etc veranlassen können. Außerdem liegt da mein Wort-Preis inzwischen deutlich höher, ebenso bei Pagecontent, das ich allerdings aufgrund der Preisstruktur nur für spezielle Gruppenaufträge empfehlen kann. Auch hier gibt es direkte Ansprechpartner, die den Kontakt nicht für lästige Nichtigkeiten halten. Zudem kann man dort bereits geschriebene Texte mit freier Themenwahl einstellen.

    Was ich schätze, ist eben, dass man keine Zeit mit Akquise vertun muss. Ansonsten bin ich allerdings eben auch keine Journalistin oder Texterin, sondern Literatur-Autorin, habe also auch nicht den Anspruch, dass meine Artikel mit meinem Namen verbunden sein sollen :)

  11. Es ist sehr interessant, hier auch mal die Meinungen der Autoren zu lesen. Ich habe bisher zwei mal textbroker als zahlender Kunde in Anspruch genommen und war immer zufrieden mit den Texten. Klar, sie sind günstig und das war auch mein Beweggrund, dort die Texte zu ordern. Aber dass es große Probleme mit dem Bewertungssystem bei textbroker gibt, hätte ich nicht gedacht.

  12. Ich habe zwischen März 2011 und August 2014 immer mal wieder Texte für Textbroker geschrieben, insgesamt rd. 450. Positiv: Die Bezahlung wird zuverlässig überwiesen und man bekommt die Kunden gewissermaßen „serviert“. Negativ: Die schlechte Bezahlung wird ja immer wieder genannt; ich habe aber auch erlebt, dass Unstimmigkeiten zwischen einem Auftraggeber und mir im Zweifel zugunsten des Auftraggebers beendet wurden, obwohl ich mich selbstverständlich an das Briefing gehalten habe. Ich hatte außerdem den Eindruck, dass die Zuordnung von Textern zu einer Qualitätsstufe auch davon abhängt, wie groß der Bedarf an passenden Schreibern in den jeweiligen Stufen war. Diesen Eindruck haben mir auch andere Texter bestätigt, die ich über andere Internetkanäle kennengelernt habe.
    Insgesamt kann ich für mich sagen, dass Textbroker als Einstieg okay war, aber sich nicht dazu eignet, ernsthaft Geld zu verdienen. Das gilt auch, wenn man wie ich Direct Orders bekommt.

    Clickworker ist, wenn man Geld verdienen und nicht mit einem lächerlichen Taschengeld abgespeist werden will, ein Totalausfall. Der Einstiegstest ist zeitraubend und sehr oft wird für bestimmte Aufgaben ein weiterer separater Test verlangt, bevor man sich um die Cent-Aufträge kümmern darf. Wenn man die Zeit für die Eignungstest als Arbeitszeit bewertet – und das tue ich – ist die Bezahlung indiskutabel niedrig.

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