Alles für die Katz‘? Wie Journalisten von Weiterbildungen profitieren

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Selbstständige Journalistin mit dem Fokus auf Verbraucher- und Internetthemen, Buchautorin, Dozentin. Mehr Infos: Wirtschaft verstehen!, Facebook, @kuechenzurufGoogle+

Fort- und Weiterbildungen für Angestellte oder Selbstständige bringen nur dann etwas, wenn im Vorfeld Ziele festgelegt wurden. Die kann der Vorgesetzte benennen – oder der Selbstständige sich selbst auferlegen. Im Angestelltenverhältnis sollte die Einhaltung dieser Ziele überprüft werden, der Selbstständige muss diesen Weg alleine gehen – und das ist nicht immer einfach. Der innere Schweinehund kann dann nämlich dazwischen kommen. Aber die Kontrolle ist wichtig, denn nur so lässt sich sicherstellen, dass das, was in häufig teuren Fortbildungen gelernt wird, auch im Berufsalltag umgesetzt wird.

Wichtig ist, den Mitarbeitern und als Selbstständiger sich selbst zu Beginn eine höhere Fehlertoleranz zu erlauben. Denn nur, wer für Fehler nicht sofort bestraft wird, wagt es, zu experimentieren und Neues zu erproben. Auch frustrieren lassen sollte man sich nicht, wenn das neu Gelernte nicht auf Anhieb klappt: Gut Ding will Weile haben. Und manche Dinge muss man mehrmals machen, bis sie schließlich klappen.

Fortbildungen für Journalisten - beispielsweise zum Thema Social Media - sind beliebt.
Fortbildungen für Journalisten – beispielsweise zum Thema Social Media – sind beliebt.

Wer aus einer Fortbildung kommt, sollte sich einen Maßnahmenplan machen. Beispiel: Ein Journalist besucht ein Blog-Seminar. Danach ist er Feuer und Flamme, verschiebt das Projekt jedoch immer weiter. Sinnvoller ist es, direkt am ersten Tag nach dem Seminar einen Plan aufzustellen, und sich jeden Tag 30 bis 60 Minuten mit dem Projekt zu beschäftigen. Dann vergisst man auch nicht so schnell, was man neu gelernt hat. Ein Plan könnte so aussehen:

  • Tag 1: Domain reservieren.
  • Tag 2: Design auswählen und installieren.
  • Tag 3: Layout anpassen.
  • Tag 4 bis 10: Jeden Tag einen Beitrag schreiben.
  • Tag 11: Blog mit sozialen Netzwerken verbinden.

Die Wahl des richtigen Trainers

Ob das Gelernte in der Praxis eingesetzt wird, ist aber nicht nur eine Frage der Kontrolle und der Zielvereinbarungen. Eine wesentliche Rolle spielt auch die Wahl des richtigen Trainers. Empfehlungen von Kollegen können dabei hilfreich sein. Unter Umständen hilft auch ein Anruf beim Dozenten vor der Anmeldung weiter: Nimmt er sich Zeit? Kann er die gestellten Fragen so beantworten, dass Sie sie verstehen? Geht er auf die von Ihnen gewünschten Inhalte ein?

Journalistische Weiterbildungen

Akademie der bayrischen Presse
Akademie für Publizistik
Berliner Journalistenschule
DJV NRW Seminare
Haus Busch
Journalistenakademie München
Leipzig School of Media

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