Live-Blogs: Das machen die großen Medien

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Selbstständige Journalistin mit dem Fokus auf Verbraucher- und Internetthemen, Buchautorin, Dozentin. Mehr Infos: Wirtschaft verstehen!, Facebook, @kuechenzurufGoogle+

Wer das Live-Blog nur als erweiterten Ticker sieht, unterschätzt die Möglichkeiten des Formats. Ein Live-Blog lebt davon, multimedial zu sein und verschiedene Meinungen zusammenzuführen. Die Aufgabe des Journalisten ist es, die verschiedenen Module zu moderieren und um Hintergrundinformationen anzureichern. Live-Blogs sind längst gesellschaftsfähig geworden. Auch die großen Medien haben sie längst für eine möglichst schnelle und effiziente Berichterstattung erkannt:

Zeit.de beispielsweise hatte eine Live-Blog zu den Anschlägen in Paris mit eingebauten Tweets und Videos.

Live-Blog bei zeit.de
Live-Blog bei zeit.de

Ganz ähnlich hat auch die Tagesschau auf die Terroranschläge reagiert.

Live-Blog bei Tagesschau
Live-Blog bei Tagesschau

Viele Live-Blogs bei faz.net

Bei der FAZ gibt es Live-Blogs zu Griechenland, zu Paris, zum Klimagipfel – sogar eine eigene Live-Blog-Seite findet man über Google, die sieht aber sehr merkwürdig aus.

Live-Blog bei der FAZ
Live-Blog bei der FAZ
Live-Blogs der FAZ
Live-Blogs der FAZ
Live-Blog-Seite der FAZ
Live-Blog-Seite der FAZ

Live-Blog, Minutenprotokoll, Newsticker

Auf Spiegel Online gab es beispielsweise ein so genanntes Minutenprotokoll zur Trauerfeier für Helmut Schmidt. Die Redaktion fettet in jedem Textpost die wichtigsten Begriffe.

Live-Blog bei Spiegel Online
Live-Blog bei Spiegel Online

Sport-Reporter wird mit Live-Blog zum Internet-Star

Das eventuell berühmteste Live-Blog ist das des englischen Journalisten Ben Bloom, der für den Telegraph ein Live-Blog zur Pressekonferenz von Borussia Dortmund machen wollte. Leider stellte er etwas plötzlich fest, dass die Konferenz auf Deutsch stattfinden würde. Bloom spricht kaum Deutsch.

Live-Blog in England
Live-Blog in England

Fit für Journalismus bloggt im Auftrag live

Wir von Fit für Journalismus haben natürlich auch schon live gebloggt, zweimal aus Hagen vom Bloggertag und einmal mit meinen Studenten von der Uni Mainz.

Live-Blog bei Fit für Journalismus
Live-Blog bei Fit für Journalismus

Mein persönliches Fazit: Live bloggen macht sehr viel Spaß. Es ist aber auch sehr anstrengend. Wer bisher noch keine Live-Blog-Erfahrung hat, aber über dieses Format nachdenkt, sollte auf jeden Fall einen Partner an der Seite haben. Alleine ist das kaum zu stemmen – zumindest dann nicht, wenn’s gut werden soll.

Morgen lest Ihr im dritten Teil, wie man Live-Blogs technisch umsetzt.

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