Datensicherung: Vorbereitet für den Ernstfall

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Freier Journalist mit Schwerpunkt Technik, Sachbuchautor und Dozent. Nerd, Geek und vieles mehr. Homepage: www.timo-stoppacher.de Weitere Profile von mir: @CGNTimo, Facebook und Instagram. E-Mail timo@stoppacher.de

Es macht noch einmal Klack, dann geht nichts mehr. Die Festplatte hat ihren Geist aufgegeben. Das Arbeitsgerät ist vorläufig unbrauchbar – genau das habe ich schon erlebt. Hoffentlich sind in so einem Fall bei Euch alle Daten gesichert und können auf einem anderen Gerät weiter genutzt werden. Jeder, der mit seinem Arbeitsgerät sein Geld verdient, sollte sich daher Gedanken um seine Einsatzfähigkeit machen.

datensicherung

Neulich war ich auf einer Veranstaltung, bei der Sebastian Mondial von DIE ZEIT, einen Workshop zum Thema „Journalism meets Tech“ gegeben hat. Zwischendurch gab er einen guten Rat: „Jeder sollte mal für sich durchspielen, was passiert, wenn einem ein Arbeitsgerät wie der Computer oder das Smartphone kaputt oder verloren geht oder geklaut wird.“

So läuft meine Datensicherung

Ich kann für mich die Frage beantworten: Meine Smartphone-Daten sind bei diversen Cloud-Diensten hinterlegt, aktuelle Projekte laufen über die Dropbox und mein Rechner zuhause hat in der Regel drei Backups pro Woche auf einer externen Festplatte, die auch den Inhalt der Dropbox mitsichert. Die externe Festplatte tausche ich einmal im Monat mit einem identischen Modell, das ansonsten im Safe liegt.

Datensicherung Folgen eines Verlusts

Folgende Ereignisse würden also bedeuten:

  • Verlust oder Diebstahl des Smartphones: Altes Gerät muss gesperrt werden, neues muss gekauft werden, Daten werden aus der Cloud auf das neue Gerät gespielt. Fertig. Ärgerlich und nicht gerade billig, aber alle Daten sind noch da. Und ich kann den einen oder anderen Tag auf das Smartphone verzichten.
  • Festplatte/Computer zuhause geht nicht mehr: Reparatur, wie zum Beispiel eine neue Festplatte einbauen und anschließend das Betriebssystem neu installieren, kann ich selber. Die Alternative wäre ein Computerladen, der das für mich erledigt. Hier ist der finanzielle Aufwand nicht so groß, es kostet mich aber ein bis zwei Tage Arbeitszeit. Dafür ist Voraussetzung, dass ich alle meine Daten entsprechend gesichert habe.
  • Das nächste vorstellbare Ereignis, das man sich gar nicht vorstellen möchte: Ein Einbruch bei mir zuhause, der PC wird mitgenommen. Unwahrscheinlich, weil er so unhandlich ist, aber nicht unmöglich. Wenn der Einbrecher auch die externe Festplatte mitnimmt, die neben dem Rechner liegt, muss ich das Backup aus dem Safe nehmen. Dann wären wohl ein paar Wochen Arbeit verloren, bis auf die Sachen, die in der Dropbox liegen. Sehr ärgerlich, aber auch zu verschmerzen. Der Einbruch an sich wiegt wahrscheinlich schlimmer.
  • Worst Case: Meine Wohnung wird auf welche Art auch immer zerstört. Wenn ein Feuer nicht gerade den Safe zum Schmelzen bringt, habe ich die Hoffnung, dass er – sollte er aufgefunden werden – eine einigermaßen intakte Festplatte enthält, mit dem gleichen Ergebnis wie beim Diebstahl. Wahrscheinlich habe ich auch dann zunächst andere Sorgen.

Ich fühle mich ausreichend für den Ernstfall vorbereitet. Meine Datensicherung nimmt mich kaum in Anspruch und läuft weitestgehend automatisiert. Wie steht’s mit Euch?

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Ein Kommentar zu “Datensicherung: Vorbereitet für den Ernstfall

  1. Nach meiner Erfahrung machen sich viele Leute keine Gedanken über Backups – bis es zu spät ist. Deine Strategie klingt gut, ich würde sie aber um ein automatisches Cloud-Backup erweitern, damit Du im Zweifel nicht auf den Safe zurückgreifen musst und mehrere Wochen Arbeit verlierst. Ich habe viele Jahre meine Daten per ARQ (Windows/Mac) in die Amazon-Cloud gesichert. Praktisch vor allem wenn man mit einem Notebook arbeitet, das man eher selten an eine externe Festplatte anschließt.
    Statt Dropbox nutze ich inzwischen CloudStation, quasi das Dropbox-Pendant von NAS-Hersteller Synology. Vorteil: Speicherplatz ist nur von der Größe der Festplatten (bei mir aktuell 3 TByte gespiegelt) abhängig und der Upload geht deutlich schneller. Zusätzlich hat man die Daten in den eigenen vier Wänden.
    Die externe Festplatte würde ich statt im Safe eher bei Freunden oder der Familie lagern. Das mach ich mit einer kleinen mobilen Festplatte, auf der ich auch Musik und Filme (von iTunes) sichere. Das alles bei Amazon zu sichern wäre aufwändig und teuer – und im Zweifel könnte ich das alles neu herunterladen.

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